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Gastroenterologie am Schlachtensee
Privatpraxis Dr. Grüber – Dr. Kolbe – & Kollegen


Refluxerkrankung der Speiseröhre

Ösophageale Refluxerkrankung

Bei der ösophagealen Refluxerkrankung (gastro-esophageal-reflux-desease, abgekürzt GERD) sind Beschwerden und/oder Komplikationen durch die Reizung oder Schädigung der Speiseröhren-Schleimhaut bedingt.

Die typischen Beschwerden wie Sodbrennen machen die Diagnose in der Regel einfach.

Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Leidensdruck. Eine Bedarfsmedikation mit Antazida (neutralisierendes Gel) kann in vielen Fällen ausreichend sein. Ein Therapiezyklus mit einem Säureblocker stellt die wirkungsvollste Behandlung dar.

Bei anhaltenden und atypischen Beschwerden können weiterführende Untersuchungen hilfreich sein:

Eine Magenspiegelung kann bei Vorliegen von Schleimhautverletzungen (erosive-reflux-desease, abgekürzt ERD)) oder Komplikationen wie z. B. der Barrett-Metaplasie (siehe Refluxerkrankungen)) die Diagnose Refluxerkrankung sichern und die Prognose klären.
Ist die endoskopische Diagnostik negativ, spricht man von der nicht-erosiven Form der Refluxerkrankung (non-erosve-reflux-desease, abgekürzt NERD).

Durch eine pH-Metrie kann diese weiter unterteilt werden in den hypersensitiven Ösophagus und das funktionelle Sodbrennen:
Ein Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre ist in einem begrenzten Ausmaß normal. Eine Reihe von Schutzmechanismen sorgt dann dafür, daß bei den meisten Menschen keine Beschwerden auftreten. Ist die Empfindlichkeit der Speiseröhre jedoch erhöht, (hypersensitiven Ösophagus), funktioniert das jedoch nicht und es kommt zu Reflux-assoziierten Beschwerden. Findet sich bei typischen Beschwerden kein Bezug zu Refluxereignissen spricht man vom funktionellen Sodbrennen.

Bei den meisten Refluxkranken lässt sich das Leiden gut mit Lebensstilveränderungen und Medikamenten beherrschen. Eine Operationsindikation ergibt sich heute eher selten, z. B. wenn die entsprechenden Medikamente nicht vertragen werden. Vor allem Patienten mit typischen Beschwerden, die auf eine Säureblocker-Therapie gut ansprechen, können von einer Operation profitieren.

- Kolbe, aktualisiert 06.10.2014 -