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Gastroenterologie am Schlachtensee
Privatpraxis Dr. Grüber – Dr. Kolbe – & Kollegen


Koloskopie

Der Begriff Koloskopie beschreibt die Untersuchung des Dickdarms. Aus diesem Grund wird oft der Begriff Darmspiegelung verwendet. Bei einer Koloskopie untersucht der Arzt mit Hilfe eines biegsamen dünnen Schlauchendoskops, das mit Kamera und Lichtquelle ausgestattet ist, die Darmwand des Patienten auf eventuelle Unregelmäßigkeiten.
Gründe für eine Darmspiegelung
Die Gründe für eine Koloskopie sind unterschiedlich. Bei einer Koloskopie lässt sich beispielsweise erkennen, ob die Darmschleimhaut entzündet ist (wie beispielsweise bei Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa) oder sich bösartig verändert hat. Im Regelfall verordnet der Arzt ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung, die er im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung durchführt. Gibt es bereits Darmerkrankungen innerhalb der Familie (eine sogenannte „erbliche Vorbelastung“), raten Ärzte bereits Patienten ab dem 45. Lebensjahr zu einer Darmspiegelung. Gibt es in der Familie des Patienten kolorektale Karzinome, sollte eine Koloskopie bereits vor dem 20. Lebensjahr durchgeführt werden.
Weitere Gründe für eine Darmspiegelung sind Blut im Stuhl oder auch Teerstuhl wie rektaler Blutabgang bei einer unauffällig verlaufenden Gastroskopie (Magenspiegelung). Auch ein unerklärlicher Gewichtsverlust – und die Gefahr eines Tumors – sind ein Grund, weshalb der Arzt eine Koloskopie verordnet. Weitere Gründe für eine Koloskopie sind der Hinweis für eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder immer wieder auftretende Verstopfungen. Patienten, die bereits einen Tumor oder Krebs hatten, sollten sich ebenfalls regelmäßig einer routinemäßigen Koloskopie unterziehen.
Bei einer Koloskopie kann der behandelnde Arzt zum Beispiel Polypen (wie gutartige Wucherungen) oder Darmdivertikel erkennen und direkt entfernen – diese kleinen Eingriffe bereiten dem Patienten keinerlei Schmerzen. Polypen bis zu einer Größe von fünf Zentimetern können direkt mit Hilfe einer speziellen Wärmeschlinge beseitigt werden. Sind die Polypen jedoch bereits mehrere Zentimeter groß, ist eine endoskopische Entfernung nicht mehr möglich. Diese Polypen müssen dann operativ unter Vollnarkose entfernt werden. Sollte dies der Fall sein, werden wir alle nötigen Schritte gemeinsam mit dem Patienten nach der Koloskopie besprechen.
Anwendung und Risiken
Der Patient liegt während der Untersuchung auf dem Rücken. Die Koloskopie wird unter einer Sedierung durchgeführt. Ist der Patient eingeschlafen, bringt ihn der Arzt in eine linksseitige Lage. Danach wird die Sonde über den After eingeführt. Die Koloskopie dauert rund 20 Minuten. Die Koloskopie zählt heute zu den Routineeingriffen. Dennoch gibt es mögliche Risiken und Komplikationen. Die Hauptgefahr liegt darin, dass der Arzt die Darmwand durch die Koloskopie verletzt. Die Verletzung der Darmwand und die damit verbundene Entfaltung der Bakterien durch den Darmaustritt in die Bauchhöhle, können der Grund für einen operativen Eingriff sein. Dieses Risiko tritt jedoch sehr selten auf. Die Darmspiegelung hat den positiven Effekt, dass – bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung – etwaige Erkrankungen im Frühstadium erkannt und rechtzeitig behandelt werden können.

Was Sie vor einer Koloskopie beachten sollten

Verzichten Sie vor einer Darmspiegelung bitte auf Nahrungsmittel, die Körner enthalten (wie Müsli, Tomaten oder Kiwis). Einen Tag vor der Untersuchung empfiehlt es sich zudem, eine leicht verdauliche Kost (wie einen Joghurt oder eine klare Gemüsebrühe) zu sich zu nehmen. Zusätzlich müssen die Patienten vor der Untersuchung eine abführende Lösung trinken, die sie vorab in unserer Praxis erhalten. Am Tag der Untersuchung muss der Patient ein zweites Mal das Abführmittel zu sich nehmen, damit der Darm vollständig gereinigt wird.