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Gastroenterologie am Schlachtensee
Privatpraxis Dr. Grüber – Dr. Kolbe – & Kollegen


Gastroskopie

Die Gastroskopie (Magenspiegelung) ist eine endoskopische Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm, die bei vielen Erkrankungen zur Diagnosefindung und Therapie unverzichtbar ist. Eine Gastroskopie ermöglicht die Erkennung von Entzündungs-, Geschwürs- bzw. Geschwulsterkrankungen. Wer häufig an Sodbrennen, chronischem Husten, Bluterbrechen, vermehrte Blähungen, stärkerem Reflux sowie akuten und chronischen Oberbauchbeschwerden leidet, sollte eine Gastroskopie durchführen lassen.
Bei dieser Untersuchung, die in der Regel ca. zehn Minuten dauert und völlig schmerzfrei ist, wird ein Endoskop (ein flexibles Schlauchinstrument mit einer Fiberglas- oder Videooptik) nach einer lokalen Betäubung des Rachens über den Mund oder transnasal in die Speiseröhre und weiter bis in den Magen vorgeschoben. Sobald derZwölffingerdarm erreicht ist, wird über den Schlauch des Gastroskopes Luft in den Darmabschnitt eingeblasen, so dass sich dieser entfaltet. Mittels einer Glasfaser- oder CCD-Optik und einer Kamera kann der untersuchende Arzt so die Darmwand inspizieren. Die Spitze des Schlauchs lässt sich in vier Richtungen bewegen, sodass man alle Bereiche des Magens und den Zwölffingerdarmes einsehen kann. Durch einen Arbeitskanal kann der Arzt Biopsiezangen einführen. Somit kann bereits während der Behandlung suspektes Gewebe (wie gutartige Wucherungen) zur histologischen Abklärung entnommen werden.
Das Herunterschlucken des Gerätes wird durch eine Oberflächenbetäubung des Rachens (Lokalanösthesie) erleichtert, kann aber dennoch durchaus unangenehm sein. In der Regel wird daher die Untersuchung wunschgemäß unter Sedierung (mittels einer Schlafspritze) durchgeführt. Ein Ruhe- bzw. Aufwachraum für die Zeit nach der Sedierung ist selbstverständlich in unserer Praxis vorhanden. Nach der Gastroskopie kann für kurze Zeit ein unangenehmes Gefühl im Rachenbereich bestehen.

Risiken

Die Gastroskopie ist eine Routineuntersuchung und äußerst risikoarm. Dennoch kann es sehr selten zu Verletzungen der untersuchten Organe, einer Blutung oder zu Komplikationen durch eine Sedierung kommen. Nach einer Sedierung werden die Patienten im Aufwachraum bis zur vollständigen Wiederherstellung der Vitalfunktionen nachbeobachtet. Bis zum Abklingen der Rachenanästhesie sollten Sie zudem nichts essen, um eine Aspiration (Verschlucken) von Nahrung zu verhindern.